Versprechen sind da, um gehalten zu werden


aka Winterneumondentfaltunsprojekt Akt I

Sogar extra raus in den Garten gegangen, um ein Foto direkt Richtung Neumond zu machen, wo das Problem liegt, sollte recht leicht erkennbar sein … D:

So, da hätten wir jetzt den Gegensatz zu letztem Mal.
Anti-Clickbait ist ebenfalls ’ne schöne Sache.

Nachdem wir letztes Mal über unsere Probleme mit der bisherigen Situation und dem daraus resultierenden Rückzug vom öffentlichen Auftreten berichtet haben, wollen wir uns heute mit dem Thema Versprechen auseinandersetzen.
Wir sind grundsätzlich Personen, denen es wichtig ist, sich an Vereinbarungen und gemachte Versprechen zu halten.
Da wir in der Vergangenheit diverse Dinge versprochen haben, wollten wir den Start ins neue Jahrzehnt dafür nutzen, uns unserer angesammelten Schuld zu entledigen.
Seit Jahrtausenden hat sich die Menschheit nach dem Mondzyklus gerichtet und diese uralte Tradition wollen wir gern für uns nutzen.
Während meistens der Vollmond gewählt wurde, weil er die Nacht durch sein Licht praktisch zum Tag macht und Menschen schon immer ähnlich wie Falter das Licht angebetet haben, fiel bei uns dagegen die Wahl bewusst auf die viel zu vernachlässigte Seite der Dunkelheit. Neumond, lichtlose Nächte in völliger Dunkelheit, die Einzigartiges beherbergen …

Wir sind in dieser ersten Neumondnacht des Jahrzehnts also hier, um einst gegebene Versprechen zu erfüllen.
Den Anfang dazu wird dieses Versprechen machen, das inmitten des Sommers letzten Jahres gegeben wurde.

Die hier dargestellte Konversation beschreibt die Situation, in der die Person, deren Name hier unerheblich und schützenswert ist, von der wir die Audiospuren für unsere beiden Sommer-Projekte bekamen, sich dazu entschieden hatte, dass sich der Mehraufwand für die bessere Audiospur und die damit verbundene Zeit nicht mehr lohnen würden, da niemand außer uns etwas davon hat. Um nun aber weiterhin den besseren Ton für unseren Sub nutzen zu können, wurde kurzerhand versprochen, eines der beiden Projekte dieser Season auch wirklich zu veröffentlichen.
Um das geplante releasefreie Jahr 2019 nicht zu beeinflussen, fiel schnell die Entscheidung, das Projekt im Januar nach vollständiger Verfügbarkeit des Blu-ray-Materials auf dieses angepasst und zu besonderem Anlass zu veröffentlichen.

Im Grunde gab es eine indirekte Ankündigung, die wirklich etwas schwierig zu finden war, weil es wie ein zufälliges Bild wirkte, auf das man einen passenden Text geschrieben hat. Ob irgendwem bewusst war, dass es sich beim letzten Beitrag um einen originalen und unveränderten Screenshot gehandelt hat, wissen wir leider nicht. Aber denen, die sich den Dateinamen angesehen haben, könnte es durchaus aufgefallen sein.

Die Rede ist von The Demon Girl Next Door beziehungsweise Machikado Mazoku, den wir letztes Jahr während der Sommer-Season zunächst in der Web-Fassung und schließlich in der Blu-ray-Fassung gesubbt haben.
Ursprünglich war auch die Veröffentlichung der restlichen Yagakimi-Folgen für die heutige Nacht angedacht, dazu wird es aber aus lizenztechnischen Gründen nicht mehr kommen.
Dieses Versprechen können wir also leider nicht mehr einhalten, was natürlich etwas traurig ist.
Falls sich jemand fragen sollte, was genau das Versprechen war, der sei daran erinnert, dass unsere Aussage war, nichts abzubrechen, sondern bis zum Ende durchzuziehen.
Gerade in der zweiten Hälfte von 2019 schien es uns allerdings wichtiger, für eine auf lange Sicht bessere Zukunft für alle zu sorgen und wir haben dabei billigend in Kauf genommen, dass die sowieso sicher erwartete Lizenz unserem auf 2020 verschobenen Termin zuvorkommt, was schließlich auch geschah.
Dafür bitten wir um Entschuldigung.

Jetzt noch mal zum Anime.
Da der Sub als internes Multirevisionsrelease und öffentliches Sammelrelease entstanden ist, weicht er etwas vom normalen Schema ab.
Es wurde ein minimal angestrebter Fortschritt festgelegt, in diesem Fall Übersetzung, Timing und Encode.
Alles Weitere wird zyklisch und in vielen einzelnen Schritten erweitert, je nachdem, wann die einzelnen Leute Lust darauf haben.
Also zum Beispiel werden Folgen 1 bis 3 mit oben genanntem Minimum erarbeitet. Dann hat man Lust auf übersetztes Typeset und macht das bei 1 und 2. Ungefähr mit Folge 5 oder 6 kommen dann die Singles und man schreibt den Text und übersetzt ihn. Währenddessen entscheidet sich jemand anderes, richtiges Typeset für Folgen 1 bis 3 zu machen und noch jemand gibt dem an8-Typeset von Folge 4 ein leichtes Styling. Und wenn einer auf etwas keine Lust hat, gibt es das einfach (noch) nicht.
So kann jeder seinem Teil des Projekts nachgehen, wann er es möchte, die einzigen Regeln dabei sind, dass es in chronologischer Reihenfolge passieren muss, also man nicht einfach Typeset für 4 macht, ohne dass 3 welches besitzt, und dass eine Aufgabe stets von derselben Person gemacht wird. Es gibt also trotzdem nur einen Übersetzer für den Text, einen Timer, einen, der richtiges Typeset macht, etc.
Mag alles etwas durcheinander klingen, ist aber im Grunde sehr sortiert.

Es bedeutet einfach, dass nach dem Folgenminimum jeder unendlich viel Zeit für seine Aufgaben hat, da sie nicht sofort erledigt werden müssen, alles weitere komplett parallel ablaufen kann und man auf niemanden jemals warten muss, was sowohl das Aufkommen von Druck verhindert, als auch Frust entgegenwirkt, den manche beim Warten entwickeln könnten.
Das Ganze wäre als öffentliches Release in normaler Form praktisch undenkbar, da wir bei einzelnen Folgen auch oftmals durch neue Erkenntnisse späterer Folgen Teile der Übersetzung verändert haben und so sehr schnell bei Versionsnummern von 20 und drüber landen würden und das ständige Neuzusammenstellen, Hochladen und Eintragen nervig ist. Mit git wäre das machbar, aber das würde bedeuten, dass man sich als Zuschauer alle paar Tage eine neue Revision zusammensetzen müsste, was zwar theoretisch möglich, aber kein guter Weg ist.
Deshalb gibts von uns jetzt eine Version auf aktuellstem Stand, so wie sie ist.

Gewiss „unfertig“ in dem Sinn, dass es nicht für jede Folge vollständiges Typeset gibt, sondern nur bis zu einer bestimmten Folge, weil bisher keine Zeit oder Lust war weiterzumachen, aber wir haben schon darauf geachtet, es komplett schaubar zu haben, wodurch jede Folge mindestens einen Encode, ein Timing und eine vollständige Übersetzung jedes relevanten Dialogs, Songs und Typesets besitzt. Alles weitere sind Schönheitsupgrades, die eines Tages aber nicht in absehbarer Zeit erfolgen werden. Und bevor wir wieder aufgrund einer Lizenz ein Versprechen nicht halten können, bekommt ihr es jetzt.
Im Grunde hat es immer mindestens den Umfang, wie man ihn auch bei offiziellen Publishern vorfindet, oft aber auch mehr. Also absolut kein releaseunwürdiger Stand.

Dann noch ein paar Zusatzinformationen zu dem Projekt:
Es wurde zuerst ein englisches Skript getimet, davon TLC gemacht und mit Anmerkungen für den eigentlichen Übersetzer versehen.
Übersetzt wurde in der Regel zwischen 01:00 und 07:00 Uhr morgens. Im Schnitt jeweils eine halbe Folge am Stück.
Typesetübersetzungen sind wie sonst auch weitgehend direkt aus dem Japanischen.
Die Transkription und Übersetzung der Songs wurde ebenfalls komplett aus dem Japanischen gemacht, nachdem im Text des englischen Publishers mehrere grobe Fehler aufgefallen waren und man es daraufhin verworfen hat.

Beim Encode kam zum ersten Mal (und parallel bei zwei weiteren Projekten) bei einem für die Öffentlichkeit bestimmten Release die grainworks/graintools Alpha (der Name ändert sich von Monat zu Monat immer mal wieder) in großem Stil in Verbindung mit einer modifizierten und auf Grain abgestimmten Version von X264 zum Einsatz, deren zentrales Ziel es ist, vorhandenes Grain, das durch (übermäßige) Komprimierung beschädigt wurde, zu „dekomprimieren“, sprich dessen ursprüngliche Gestalt zu approximieren, in ein möglichst ähnlich aussehendes, aber deutlich komprimierfreundlicheres Muster umzusetzen und dem Encoder im gleichen Zug die Möglichkeit zu geben, auf diese Szenen speziell zu reagieren und es möglichst bitratenfreundlich umzusetzen.
Funktionierte auch insgesamt relativ gut, allerdings hat Folge 9 einige Probleme bereitet, da es in drei Szenen Grain mit einer niedrigeren Framerate hatte, womit es so gar nicht klarkam. Wurde auch nie darauf ausgelegt, halbdynamisch zu sein. Das Grain blieb für 2 Frames dasselbe, während sich das Bild selbst verändert, damit konnte die Funktion nicht umgehen. Und einfach einfrieren ging nicht. Normalerweise war angedacht, dass jeder Frame einzigartig sein muss, mehrere gleiche Frames hintereinander lassen sich nicht mal eben umsetzen. Interessanterweise reagierte die Funktion anders als erwartet darauf, wenn man mehrere gleiche Frames hintereinander wollte. Sie hat, egal was man eigentlich angegeben hat, immer exakt 5 mal dasselbe Muster ausgespuckt und dann ein neues gemacht. Und das ließ sich auch nicht zeitnah ändern, also gabs fürs Erste ein Workaround, bei dem ein gemeinsames Vielfaches an Frames ausgegeben wurde und dann aus einem Array die gewünschte Taktung ausgewählt und zusammengesetzt wurde.
Hat die sowieso schon langsamste Funktion aller Zeiten ziemlich extrem ausgebremst, da jetzt nicht mehr nur das normale Array mit Referenzframes nötig war, sondern für jeden Frame sehr viele der Referenzarrays in ein neues Array gepackt werden mussten. Was darin resultierte, dass für jede einzelne der drei Szenen jeweils eine vierstellige Arrayanzahl in gleich mehreren Arrays nötig war. Für eine der Szenen mal durchgerechnet wären eigentlich über fünf Terabyte an Framedaten in diesen Arrays nötig, um die Szene komplett am Stück zu encoden. Kaum möglich. Also wurde es so umgebaut, dass alles vorselektiert und nur das absolut Nötigste behalten wurde. Letzten Endes waren dadurch für einen einzigen Frame grob sechzig Gigabyte RAM nötig, die nach jedem einzelnen Frame komplett leergelöscht und von vorn beschrieben wurden. Geschwindigkeit kann man mindestens in Sekunden pro Frame angeben, wenn nicht sogar eher Minuten pro Frame. Aber so genau will das glaub ich niemand von uns wissen … Hauptsache es funktionierte und lieferte gute Ergebnisse.

In der Web-Fassung noch deutlich experimentierfreundlicher, sind die Grenzwerte für die BD-Version allerdings sehr sicher ausgefallen, wodurch sich die Bitrate dieser Szenen aber auch in einigen Fällen fast verdoppelt hat, ohne wirklich sichtbar anders zu sein. (Wenn man absolut genau weiß, worauf man achten muss, findet man schon leichte Unschönheiten, die aber bei unter 20 mbit trotzdem immer noch deutlich besser aussahen, als die Blu-rays bei doppelter Bitrate. Theoretisch wäre dynamisches Vollbild-Grain artefaktlos mit ca. 10 mbit drin, allerdings funktionierte das nicht immer und führte in 2/3 der Fälle zu Katastrophen und die Lust, die Folgen für die BDs noch mal wie die Webversion teils 4-5 Mal zu encoden, war begrenzt. Ist halt noch ’ne Alpha)
Trotz sicheren Parametern überschreitet keine Folge die Gigabytegrenze und die meisten liegen eher bei ’nem halben, also gab es nicht viel Handlungsgrund.

Was das Opening und Ending in der creditlosen Fassung angeht wurden die 16-Bit Audiospuren der Blu-rays mit den 24-Bit Spuren der Singles ausgetauscht. Hörbaren Unterschied gibt es nicht, außer dass die Singles deutlich lauter sind als auf der Blu-ray, hätte man aber auch selbst kurz nachhelfen können. Jetzt sind halt diese Fassungen in die Dateien gekommen, weil warum nicht? Macht Dateien so schön groß, aber Dekadenz und Bloat ist wichtig.
Das Ending besitzt zwei Übersetzungen, wobei beide aus dem Japanischen übersetzt wurden. Die alternative Version hat lediglich mithilfe von Google die Welt bereist, bevor sie wieder in japanisch war und übersetzt wurde. Ist an irgendeinem Abend aus Langeweile entstanden und einfach wegwerfen wäre auch zu schade gewesen.

Edit gab es wie gewohnt keinen, wurde diesmal allerdings durch das Testmodell eines Echtzeit-Mehrpersonen-Checks ersetzt. Im Grunde hat man sich einfach mit mehreren Personen, von denen einer der Übersetzer ist, zusammen in den Voicechat gesetzt, die Folge per Syncplay geschaut und live pausiert, über Schwierigkeiten und Ausbesserungen diskutiert und direkt editiert, statt wie normal nur in Textform und ohne weiteren Austausch.
Macht das Ganze deutlich entspannter, spaßiger, sozialer, aber auch zielgerichteter als ein normaler QC.
Alle weiteren Mitglieder, die nicht teilgenommen haben, haben natürlich bei Lust weitere, normale QCs angefertigt.

Allgemein gibts noch zu sagen, dass uns die Benennung der Dateien tierisch auf die Nerven ging und mittlerweile anders ist.
Ein Beispiel wäre da [Wiz] Colorful v2[BD Hi444PP 900p][E9E7D5C8].mkv
Also, wtf … Grob 1/4 des Dateinamens ist der Name selbst und der Rest sind Informationen, die niemand wirklich braucht. Formatoptionen und CRC stehen auf der Seite, fällt also schlicht weg. Für den Fall, dass irgendwer auch noch in Jahren, nachdem die Seite nicht mehr existiert, die Teile prüfen will, gibts dann dafür entsprechende Downloadmöglichkeit auf der Seite. Wir wollen schlichte und übersichtliche Namen, weshalb zukünftig außer [Wiz] und [BD] oder [WEB] alles wegfallen wird. BD/WEB ist nötig, um dazwischen auch im Ordner lokal unterscheiden zu können. Mehr braucht man aber nicht.

Das wärs so weit dazu.
Wir hoffen, dass sich zumindest irgendwer freuen wird und dass niemand wieder so viel Langeweile hat, wegen irgendwas zu haten.
Einen Aufreger gab es seit dem letzten Beitrag.
Man kann nicht mal irgendwo erzählen, dass man subbt, ohne dass andere „Fansubber“ einen auslachen und wieder mit „Fansub ist tot“ ankommen und das in Frage stellen. Der Satz kommt literally nur, weil man selbst eigentlich nichts tun will, aber irgendeine Ausrede braucht, um sich trotzdem Fansubber nennen zu können.
Aber das sind keine Fansubber. Dinge wie Hobbys, Jobs, etc. sterben nur aus, wenn es niemand mehr macht. Da es aber immer irgendwen geben wird, der in dem Bereich irgendwas machen wird, kann es nie wirklich tot sein. Fakt ist, dass es für denjenigen der das sagt tot ist und er dadurch schlicht kein Fansubber mehr ist. Fansubber sein, aber nie fansubben, weil es das nicht mehr gibt, ist nicht möglich, sondern nur eine schlechte Ausrede.
Man könnte sich jederzeit dazu entscheiden, dem Hobby nachzugehen, ohne dass irgendwer einen daran hindert.
Zu behaupten, es wäre tot und dass man deshalb nichts macht, ist bloß das fehlende Einsehen, keine Lust darauf zu haben und den damit verbundenen Verlust des Titels/Hobbys.
Bisschen weniger Kindergarten und etwas reifere Ansichten wären wirklich mal angebracht.
Dachte, der letzte Text war deutlich genug.

So, wir sehen uns nächsten Neumond bei Akt II.
Und wehe es gibt wieder irgendwo Theater.
Danke an alle, die es komplett gelesen haben und nicht direkt beim Link gegangen sind.
Dieser Fansub ist für euch. <3

4 Kommentare

  1. Echt schöne Wort eund so true 🙂

    „Aber das sind keine Fansubber. Dinge wie Hobbys, Jobs, etc. sterben nur aus, wenn es niemand mehr macht. Da es aber immer irgendwen geben wird, der in dem Bereich irgendwas machen wird, kann es nie wirklich tot sein. Fakt ist, dass es für denjenigen der das sagt tot ist und er dadurch schlicht kein Fansubber mehr ist“

  2. vielen netten dank für die neuen folgen habe ne frage gibt es dieses jahr noch neue anime mit ger subb ???

  3. habe ne farge subb irh noch dieses jahr oder macht irh nix mehr

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