Jobs

Hier stellen wir euch die verschiedenen Tätigkeitsbereiche innerhalb der Gruppe kurz vor.
So ziemlich alles davon bilden wir auch aus, soweit es möglich ist. Wir können aber z.B. angehenden Übersetzern oder Übersetzerinnen nicht erst englisch von Grund auf beibringen.
Die Beschreibungen sind relativ grob und wir können natürlich noch viel mehr darüber erzählen, wenn wir gefragt werden, also keine Scheu. <3
Wir freuen uns über jede/jeden, die/der Interesse zeigt zu erfahren, wie ein Fansub überhaupt entsteht, egal, ob ihr selbst mitmachen wollt, oder nur mal Einblicke erhalten wollt.
Schreibt uns dazu einfach eine Nachricht über das Kontaktformular oder sendet uns selbst eine E-Mail. Am schnellsten sollte Discord sein, da dort eigentlich immer jemand online ist. Im Zweifel würde auch der Chat rechts auf der Seite gehen, aber da kann es passieren, dass wir es nicht so schnell mitbekommen.
Die Nachricht muss wirklich nur kurz und knapp sein, bitte keine umfangreichen Bewerbungen. Name, Kontaktmöglichkeit und eine kurze Schilderung eures Anliegens reicht völlig aus, wir sortieren nicht aus. Ihr könnt euch direkt in der Praxis beweisen, keine Tests, keine besonderen Aufnahmebedingungen. Okay, nett und freundlich solltet ihr schon sein, denn ohne gute Gruppengemeinschaft geht es nicht.
In der Regel lehnen wir keine Anfrage ab und setzen uns mit allem auseinander, was wir geschrieben bekommen.

Übersetzung

Die oder der Übersetzer/In ist dafür zuständig, (meist englische) Texte möglichst nicht wörtlich, dafür aber inhaltsgetreu, ins Deutsche zu übersetzen. Die-/Derjenige bekommt die Skripte samt Videos des jeweiligen Animes auf unserem FTP-Server zur Verfügung gestellt, diese werden dann mithilfe von Aegisub bearbeitet.
Vorteilhaft sind logischerweise gute bis sehr gute Englisch- und Deutschkenntisse.

Zeitsetzung

Der oder die Zeitsetzer/In, auch Timer genannt, passt die Einblendezeiten der Texte an, sodass man sie gut lesen kann. Dazu gehört das Timen direkt aufs Gesprochene, gefolgt vom Setzen eines Lead-ins und -outs, damit die Zeile gut lesbar und vor allem lange genug angezeigt wird. Man entwickelt im Laufe der Zeit ein Gefühl dafür, was ein gutes Timing ausmacht.
 
 

Korrektur

Wird einfach Edit genannt und macht so ziemlich das, was der Name auch schon sagt, der- oder diejenige bearbeitet das übersetzte Skript und verbessert möglichst alle Fehler, die der Übersetzer gemacht hat. Ebenfalls wird darauf geachtet, dass die Charaktere auch ihren eigenen Sprachstil haben und diesen auch beibehalten. Es würde ja komisch wirken, wenn jemand in der einen Folge wie sehr hoher Adel spricht und in der Folge danach wie ein Bauer in der Pubertät. (Extremfall ftw ^^)
Hier wäre, genauso wie beim Übersetzen, gute Sprachkenntnis von Vorteil.

Type

Type besteht grundsätzlich aus zwei Bereichen, dem Storytype und dem „richtigen“ Type. Storytype ist die Gestaltung des Untertitels, also Fontauswahl, Farben, Fades, etc. Bereich zwei umfasst alles, was direkt am Video geändert wird. Da die meisten Texte auf Zeitungen, Werbetafeln, Handys, etc, sofern der Anime nicht außerhalb Japans spielt, auf Japanisch sind und das die wenigsten der Fansub-Schauer können, werden diese übersetzt und so ins Bild eingefügt, als wären sie schon immer da gewesen.
Das geschieht auf einem von drei möglichen Wegen.
Entweder das Original wird um die Übersetzung ergänzt, wodurch man den Originaltext natürlich so perfekt wie möglich nachahmen muss, oder das Original wird „gecleant“, also entfernt, wodurch man nicht immer so genau arbeiten muss. Möglichkeit drei ist eine Kombination der ersten beiden, in der man den originalen Text verkleinert, um mehr Platz für die Übersetzung zu schaffen.
Das ist aber vor allem eine Frage des Platzes oder der Umsetzbarkeit. Wenn kein Platz für die Übersetzung ist, muss das Original halt weg oder verkleinert werden. Etwas teilweise Durchsichtiges, bei dem sich der Hintergrund bewegt, wird man wohl kaum cleanen können, außer man hat die Lust, jedes einzelne Bild einzeln zu machen.
Insgesamt ist Type recht zeitaufwendig, wodurch man viel Durchhaltevermögen mitbringen sollte, es kommt nicht selten vor, dass jemand voll motiviert anfängt und nach zwei bis drei Folgen keine Lust mehr hat und das Projekt in der Ecke liegt, weils keinen Typer dafür gibt.

Karaoke-Zeitsetzung

Ist am Anfang identisch zum normalen Timing, es wird normal auf das Gesungene getimt, aber statt dann Lead-in und -out zu setzen, werden auch die einzelnen Silben innerhalb der Zeilen getimt. Es ist etwas weniger monoton als das normale Timen, da man hier mit Musik zu tun hat und sie sich natürlich auch einige Male anhören muss.
Je nach Lied ist es völlig verschieden schwierig, bei langsamen Liedern, mit wenig Melodie und klarem Gesang relativ leicht, wohingegen ein sehr schneller Rocksong einiges abverlangt, da man den Text oft nicht klar verstehen kann, weil er sehr schnell ist und die Instrumente sehr viel davon übertönen.

Karaoke-Effekte

Jetzt ist der Songtext getimt, aber er braucht ja noch einen passenden Effekt, damit man sehen kann, welche Silbe man gerade singen muss. Dabei sind der Fantasie praktisch keine Grenzen gesetzt, es kann je nach Idee nur sehr komplex und zeitaufwendig in der Umsetzung werden. Zum Aufgabenbereich gehören die Auswahl des Fonts und sämtliche gestalterischen Sachen am Text. Nicht selten timt man den Songtext selbst, da man sich dann schon damit auseinander gesetzt hat und wem vertraut man mehr, als sich selbst, dass es fehlerfrei ist.
Also man sollte Kreativität und Ausdauer mitbringen, um ein guter Karaoke-FXer zu werden.
Hilfreich sind ein paar Kenntnisse im Typen.

Encode

Dazu gibt’s theoretisch eine Menge zu sagen, aber wir halten es mal kurz. Man benutzt für seinen Sub meist eine orignale Quelle eines Publishers, sprich Blu-rays, DVDs und so weiter. Auf einer Blu-ray ist eine Folge beispielsweise meist zwischen 6 und 8 GB groß und besitzt einige Bildfehler, bzw Unschönheiten, die mit dem Format einhergehen, wer will das schon haben, wenn es besser geht? Also bearbeitet der Encoder das Video, sodass keine auffälligen „Fehler“ mehr sichtbar sind und sich das Video möglichst effizient komprimieren lässt. Das ist meist sehr zeitaufwendig und erfordert eine Menge Tests, bis man die optimalen Werte gefunden hat, dafür ist das Ergebnis im Vergleich zum Ursprungsvideo um Welten besser und vor allem kleiner, natürlich vorausgesetzt, man hat es nicht falsch gemacht.
Eine gute Internetverbindung und ein leistungsstarker PC sind sehr vorteilhaft, da es sonst sehr lange dauern wird, das Rohmaterial runter- und die fertige Folge später hochzuladen. Genauso wie ein Encode auch gerne mal einige Stunden Rechenzeit in Anspruch nimmt, sollte der PC zu den schwächeren gehören.

Qualitätsüberprüfung

So, jetzt hat man alles fertig, der Text steht, das Video ist encodet und wir können es endlich veröffentlichen, oder? Nein! Zunächst schaut sich ein Team aus mindestens 3 Mitgliedern die fertige Folge an und merkt alles, was ihnen an Fehlern, oder sonst komischen Sachen, auffällt in einem Bericht an. Dieser Bericht wird dann ausgewertet, die Anmerkungen, wenn berechtigt, ausgebessert und dann kann die Folge releast werden. QC kann also grundsätzlich jeder machen, da man dafür lediglich die Folge anschauen muss und ein paar Anmerkungen macht.
Keine Angst, zu schlecht ist eigentlich niemand, denn ihr seid mindestens zu dritt und ergänzt euch, sodass am Ende die meisten Fehler auch gefunden werden. Niemand wird euch den Kopf abreißen, wenn ihr etwas nicht findet. Denn denkt immer daran, der Fehler kam unter Umständen schon vom Übersetzer und ist vor euch schon bei mehreren vorbeigegangen, ohne aufgefallen zu sein.

An dieser Stelle laden wir euch alle dazu ein, uns jederzeit Kritik aber auch positive Rückmeldungen für unsere Arbeit mitzuteilen. Wir freuen uns immer, wenn wir von außen auch etwas gesagt bekommen, um uns weiter zu verbessern.

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